Montag, 29. Mai 2017, Uhr
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Warum Münzen im Wert steigen

Grundvoraussetzung dafür, dass der Sammlerwert einer Münze ihren aufgeprägten und staatlich garantierten Nennwert überflügelt, ist ein großes Interesse an dieser Münze. Nach den Regeln der Marktwirtschaft heißt das: Die Nachfrage muss das Angebot übersteigen. Ähnlich wie bei einem Kunstobjekt, suchen sich die potentiellen Käufer eine Münze aus, die ihren Vorlieben und Neigungen entspricht und in ihre Sammlung passt. Wenn es auch viele andere Liebhaber für diese Münze gibt, steigt automatisch ihr Preis.

Staatliche Begrenzung der Auflage

Für die Beliebtheit einer Münze spielen drei Faktoren eine wichtige Rolle: Ausgabeland, Motiv und Thema. Beliebte Sammelgebiete sind beispielsweise „Olympische Spiele“, „Gefährdete Tierwelt“ oder auch Münzen mit Schiffen und Seefahrern als Motiv. Doch reicht die Beliebtheit einer Gedenkmünze allein für deren Wertsteigerung noch nicht aus. Hinzu kommen muss eine am Markt orientierte, staatlich begrenzte Auflage. Aktuelles Beispiel hierfür ist die deutsche Goldmark 2001. Wenn etwa Finnland seine Gold-Mark (Auflage: 55.000 Stück) zum Abschied der alten Währung mit der gleichen 1-Million-Auflage geprägt hätte wie die Bundesrepublik, wäre dies sicher für das kleine Land zu viel gewesen.

Hohe Nachfrage

Dagegen erwies sich hierzulande die Auflage von einer Million im nachhinein als zu knapp kalkuliert, denn die deutsche Gold-Mark war bereits am Ausgabetag binnen weniger Stunden vergriffen. Glücklich diejenigen, die ein Stück ergattern konnten. Da sich in der Folgezeit viele Interessenten meldeten, die zunächst leer ausgingen und nun bereit waren, mehr als den einstigen Ausgabepreis dafür zu zahlen, kletterte der Sammlerwert der Gold-Mark gewaltig – ein Ende dieses Aufwärtstrends ist nicht in Sicht.

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