Notgeld

In Kriegs- und Krisenzeiten aus Geldmangel ausgegebene Münzen und Banknoten. Notgeld gibt es aus den verschiedensten Materialien und wurde teilweise auch von privaten Institutionen und Städten ausgegeben. Während und nach dem I. Weltkrieg gab es alleine in Deutschland um die 450 Städte und Gemeinden, die bis 1922 etwa 26.000 verschiedene Banknoten herstellten. Grund für die vermehrte Notgeldproduktion ist meist Geldknappheit, da zum Einen die Menschen in Krisenzeiten Geldstücke horten und zum Anderen viele Münzen aufgrund ihres Metallgehalts für die Kriegsindustrie eingeschmolzen werden. Auch zu Inflationszeiten wie in den 20er Jahren in der Weimarer Republik kam es vermehrt zur Notgeldherstellung, da innerhalb kürzester Zeit alte Banknoten und Münzen ihren Wert verloren und neu gedruckt bzw. geprägt werden mussten. Rechtlich gesehen ist Notgeld von privaten Institutionen und Städten kein offizielles Zahlungsmittel, allerdings ist ein Staat in Krisenzeiten darauf angewiesen.

siehe auch: Briefmarkenkapselgeld | Bezugsmarken | Gemeindegeld