Brakteaten

Lateinisch für: dünnes Blech

Münzen des Mittelalters, die aus sehr dünnen Blechen mit nur einseitiger Prägung geschlagen wurden. Seit dem 14. Jahrhundert bezeichnete man diese Blechmünzen auch als Hohlpfennige. Ihre Entstehung geht auf die Zeit nach den Bürgerkriegen anfang des 12. Jahrhunderts zurück, als man für die Münzprägung so dünne Bleche verwendete, dass sich die Prägung der Oberseite auf der Unterseite durchdrückte und somit das Motiv zerstörte (Halbbrakteaten, Dichtmünzen). Um dies zu vermeiden, ging man zur einseitigen Prägung über.

Brakteat aus Lindau (12.Jh.):

Brakteat
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