Freitag, 28. Juli 2017, Uhr
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Der Euro als offizielles Zahlungsmittel

Der Euro ist nach seiner Einführung 2002 nicht nur in einigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion gesetzliches Zahlungsmittel, sondern er wird heute auch in vielen anderen Ländern, Gebieten, Territorien und Inseln sogar außerhalb Europas beim täglichen Zahlungsverkehr eingesetzt.

Mitgliedsstaaten der Währungsunion

2002: Zu den 12 Staaten, in denen seit der erstmaligen Einführung 2002 der Euro das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel ist, zählen Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Diese Länder prägen ihre eigenen Kursmünzen mit der gemeinsamen Wertseite und den länderspezifischen Rückseiten.

2007: Als erstes der neuen Mitgliedsländer, die im Rahmen der Osterweiterung 2004 der EU beigetreten sind, führt Slowenien voraussichtlich im Januar 2007 das Euro-Bargeld als neue Landeswährung ein. Die Motive der neuen Münzen stehen bereits fest.

Nicht alle Länder der Wirtschafts- und Währungsunion müssen bzw. dürfen den Euro auch einführen! So wurde das Bargeld vorerst in Dänemark und Groß-Britannien per Volksentscheid abgelehnt, Schweden verletzte bewusst die Konvergenzkriterien. Indes stehen die Entscheidungen für die neuen EU-Staaten noch aus.

Staaten mit Sonderabkommen

Auch die drei Kleinstaaten Monaco, San Marino und Vatikan-Stadt dürfen aufgrund eines Sonderabkommens mit der Europäischen Währungsunion kleine Kontingente an eigenen Euromünzen für den Umlauf prägen. Bereits vor 2002 hatten diese Staaten mit Frankreich bzw. Italien Abkommen, die ihnen die Prägung von Münzen in Franc bzw. Lire ermöglichten.

Staaten ohne Sonderabkommen

In Andorra, Montenegro und im Kosovo gilt seit 2002 der Euro als de facto offizielles Zahlungsmittel. Da diese Staaten jedoch kein Abkommen mit der Europäischen Union haben, dürfen sie keine eigenen Münzen herstellen. Bis dato wurde in Andorra mit Franc und Peseta, in Montenegro und im Kosovo mit der Deutschen Mark bezahlt.

Territorien einzelner Mitgliedsstaaten

Auch in den verschiedenen Territorien der Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion gilt der Euro aufgrund von Abkommen als gesetzliches Zahlungsmittel, obwohl diese Länder selbst nicht der Europäischen Union abgehören. Hierzu zählen Guadeloupe, Französisch-Guyana, Martinique, Mayotte, Reunion, Saint-Pierre und Miquelon und die französischen Süd- und Antarktisgebiete.

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