Freitag, 28. Juli 2017, Uhr
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Die Deutschen Prägestätten

Buchstaben kennzeichnen seit dem Mittelalter die Herkunft einer Münze - ihre Prägestätte. Im Laufe der Jahrhunderte gab es in Deutschland die verschiedensten Prägeanstalten, die im Auftrag von Fürsten, Herzogen oder Königen Münzen herstellen durften und während dieser Zeit einen Prägebuchstaben erhielten.

A Amberg 1763 - 1794
Berlin ab 1750
Clausthal 1833 - 1849
B Breslau 1750 - 1826
Bayreuth 1796 - 1804
Regensburg 1809
Glatz 1813
Braunschweig 1809 - 1813; 1850 - 1860
Dresden 1861 - 1872
Hannover 1872 - 1878
Wien 1938 - 1944
C Kleve 1750 - 1767
Kassel 1810 - 1813
Clausthal 1810 - 1811; 1813 - 1834
Frankfurt 1872 - 1879
D Aurich 1750 - 1763
Düsseldorf 1817 - 1848
München ab 1871
E Königsberg 1261 - 1309; 1456 - 1728; 1751 - 1803
Dresden 1872 - 1887
Muldenhütten 1887 - 1953
F Magdeburg 1750 - 1806
Kassel 1803 - 1807
Stuttgart ab 1871
G Stettin 1752 - 1754
Glatz 1807 - 1809
Dresden 1833 - 1884; 1850 - 1854
Karlsruhe ab 1827
H Dresden 1804 - 1812
Darmstadt 1872 - 1882
J Hamburg ab 1875
S Dresden 1813 - 1832
Hannover 1839 - 1844
T Tabora (Deutsch-Ostafrika) 1916

* heute noch in Betrieb

Wie wurden die Prägebuchstaben verteilt?

Die Prägebuchstaben der deutschen Münzstätten wurden mit der Gründung des deutschen Kaiserreichs 1871 entsprechend der Bedeutung der einzelnen Bundesstaaten und ihrer Regenten in ihrer noch heute gültigen Form vergeben. An oberster Rangfolge stand Preußen mit seinen Prägestätten in Berlin (A), Hannover (B) und Frankfurt (C) – Letztere heute nicht mehr in Betrieb.

Dann folgten Bayerns und Sachsens Münzstätten in München (D) und Dresden / Muldenhütten (E) – Letztere nicht mehr in Betrieb. Und schließlich Stuttgart (F) für Württemberg, Karlsruhe (G) für Baden, Darmstadt (H) für Hessen – nicht mehr in Betrieb – sowie der Stadtstaat Hamburg (J). Dies betrifft nicht die Bezeichnungen vor 1871! Zu dieser Zeit richteten sich die Buchstaben meist nach den Anfangsbuchstaben der Städte, in denen sich die entsprechenden Prägestätten befanden.

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